Neues Mitglied!👥 Willkommen, Rong!

Rong ist seit kurzem Doktorandin bei uns!

Ihre Forschung untersucht soziales Annäherungs- und Vermeidungsverhalten bei Autismus im Rahmen des Active-Inference-Ansatzes. Insbesondere erforscht sie, wie ein Ungleichgewicht in der Präzisionsgewichtung (zwischen sensorischer Evidenz und sozialen Vorannahmen) die soziale Funktionsfähigkeit beeinflusst. Durch das Verständnis dieser Mechanismen im Kontext der Projekte FASTER und SCOTT&EVA möchte sie zur Präzisionsmedizin beitragen und dabei helfen, Unterstützungsangebote individuell auf das jeweilige Profil einer Person zuzuschneiden.

Ihre Promotion wird vom China Scholarship Council gefördert.

📣Neuer Grant für Breathwork-Forschung

BreathDep wird im Rahmen der DZPG-VISIONS26-Förderlinie des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) gefördert. BreathDep ist eine multizentrische klinische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Wirkmechanismen einer manualisierten, gruppenbasierten Breathwork-Intervention bei PatientInnen mit mittelgradig depressiver Symptomatik. Breathwork bezeichnet strukturierte Atemübungen, die gezielt eingesetzt werden, um emotionale und körperliche Regulationsprozesse zu unterstützen. Ziel der Studie ist es, zu prüfen, ob Breathwork als ergänzende therapeutische Intervention depressive Symptome reduzieren kann und welche psychologischen und biologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen. Die Gruppenintervention wird dabei ergänzend zu einer laufenden psychotherapeutischen Einzelbehandlung durchgeführt und klinisch begleitet.

BreathDep ist die bislang größte geplante randomisierte,Wartelisten-kontrollierte klinische Studie zur Untersuchung von Breathwork bei Depression.
Neben klinischen Endpunkten werden in Kooperation mit anderen DZPG Standorten auch mechanistische Maße erhoben, darunter funktionelle Bildgebung, Messungen der Herzratenvariabilität, Berührungswahrnehmung und molekulare Biomarker. Die Studie folgt einem partizipativen Ansatz, bei dem ErfahrungsexpertInnen kontinuierlich in Planung, Durchführung und Dissemination eingebunden sind. BreathDep leistet damit einen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung körperorientierter Interventionen in der Depressionsbehandlung.

📣Neuer Grant zur Erforschung der Wirksamkeit von Selbsthilfe

Das Projekt EMPOWER wird im Rahmen der Visions-Förderlinie des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) gefördert. Es untersucht die Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen im Recovery-Prozess psychisch erkrankter Menschen. Das standortübergreifende Vorhaben umfasst alle sechs DZPG-Standorte und wurde vom Trialogischen Zentrumsrat gemeinsam mit Early Career Scientists entwickelt – ein gelungenes Beispiel für partizipative Forschung, die zentral die Perspektiven von Erfahrungsexpert*innen einbezieht.

Am DZPG-Standort Berlin wird das Projekt von Dr. Mareike Bayer aus unserer Arbeitsgruppe wissenschaftlich geleitet.

Wir gratulieren zur Förderung und freuen uns auf spannende Erkenntnisse!

📋Workshops und Fortbildungen!

Wir bieten regelmäßig verschiedene Workshops und Fortbildungen zu diagnostischen Verfahren und zur Behandlung autistischer Erwachsener in der Spezialambulanz für Soziale Interaktion (auf Deutsch) an.

Detaillierte Informationen zu unseren Fortbildungen, kommenden Veranstaltungsterminen und zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.psychologie.hu-berlin.de/de/praxis/ambulanz/spezialambulanz-fuer-soziale-interaktion/fortbildungsangebot

📝Dziobek Lab – Webinarreihe zu Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter

In zwei aufgezeichneten deutschsprachigen Webinaren stellen Prof. Dr. Isabel Dziobek, Dr. Charlotte Küpper und Dr. Silke Lipinski zentrale Konzepte zur Diagnostik und Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter vor.

Die Webinare bieten einen evidenzbasierten Überblick über diagnostische Verfahren, klinische Besonderheiten sowie therapeutische Ansätze und richten sich an Fachpersonen und Forschende aus Psychologie, Psychotherapie und verwandten Disziplinen.

Diagnostik:
https://www.online-akademie-psychotherapie.de/autismus-spektrum-stoerungen-im-erwachsenenalter-diagnostik/

Behandlung:
https://www.online-akademie-psychotherapie.de/autismus-spektrum-stoerungen-im-erwachsenenalter-therapie/

📻Lab im Radio!

Dr. Charlotte Küpper spricht mit RadioEins über den Zusammenhang zwischen Autismus und Tylenol. Sie erklärt, wie die Studien zu diesem Thema zu interpretieren sind und was der wissenschaftliche Konsens zu den Ursachen von Autismus sagt (Spoiler: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für einen solchen Zusammenhang zwischen Autismus und Tylenol).

Mehr dazu hier: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_profis/archivierte_sendungen/beitraege/wissenschaftlicher-konsens-entstehung-autismus.html

🏆 Josephine Jörke gewinnt den PuG 2025 Posterpreis!!

Josephine Jörke wurde auf der 50. Jahreskonferenz „Psychologie und Gehirn“ (PuG) 2025 von der Deutschen Gesellschaft für Psychophysiologie und ihre Anwendung (DPGA) mit einem Posterpreis ausgezeichnet. Die PuG ist eine renommierte Konferenz, die in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Biologische Psychologie und Neuropsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und der Deutschen Gesellschaft für Psychophysiologie und ihre Anwendung (DPGA) organisiert wird. Sie umfasst ein vielseitiges Themenspektrum, welches von neurobiologischer Grundlagenforschung des Erlebens und Verhaltens bis hin zu angewandter psychologischer Forschung reicht.

In ihrer Posterpräsentation stellte Josephine die Ergebnisse einer Visuellen Mismatch-Negativity-Studie vor, welche den Einfluss autistischer Traits auf die visuelle Wahrnehmung sozialer und nicht-sozialer Reize mittels eines neu von Dr. Mareike Bayer entwickelten Paradigmas untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der detailorientierte visuelle Verarbeitungsstil, der mit höheren autistischen Traits assoziiert ist, eher auf einer erhöhten sensorischen Präzision als auf reduzierten Top-down-Vorhersagen beruht, jedoch nur für nicht-soziale Reize.

Wir gratulieren Josephine herzlich und freuen uns bereits auf die Veröffentlichung der Studie!

📹Dziobek-Lab im Fernsehen! ARD Doku: „Neurodiversität – Wie normal ist anders?“

Neurodiversität bedeutet, dass Menschen die Welt auf viele verschiedene Arten erleben und mit ihr umgehen. Es gibt nicht die eine “richtige” Art zu denken, zu lernen und sich zu verhalten. Die gesamte Bandbreite des menschlichen Erlebens und Verhaltens umfasst, neben dem neurotypischen (also der „Norm“ entsprechenden) Profil, auch andere neurologisch und entwicklungsbedingte Erscheinungsformen, wie z.B. Autismus oder ADHS.

„Manuel Stark, Journalist und Autist, erkundet, wie Menschen mit Autismus, ADHS, Legasthenie oder Dyskalkulie unsere Gesellschaft bereichern können. […]“ (ARD-Mediathek). Dabei trifft er unter anderem Prof. Dr. Isabel Dziobek und Dr. Renata Wacker, die an der Humboldt-Universität zu Berlin auch die Stärken neurodivergenter Personen erforschen.

Die Dokumentation ist in der ARD Mediathek verfügbar: https://www.ardmediathek.de/video/auf-spurensuche-oder-ard-wissen/neurodiversitaet-wie-normal-ist-anders/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9mYzVlYmE0Zi1iOTY1LTQxMjEtYTBlZi0wM2M5OTBiYTgzMjZfb25saW5lYnJvYWRjYXN0

📰Arbeit eines Teammitglieds wird in ZEIT online vorgestellt. ‘Welche Forschung brauchen Autisten?’

Unser Teammitglied Silke Lipinski forscht partizipativ zu Themen, die Autisten selbst relevant finden. Sie weist darauf hin, dass dies leider eher ungewöhnlich ist und Forschung sich neben der Suche nach Ursachen auch vorrangig um die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen im Autismusspektrum kümmern sollte. Die Arbeit der Autismus-Forschungs-Kooperation wird in diesem ZEIT online Artikel vorgestellt.

https://www.zeit.de/gesundheit/2025-03/forschung-autismus-studien-psychische-gesundheit-autisten