Neuer Artikel! 📝 Pupillare Reaktionen auf Gesichter werden durch Vertrautheit und belohnenden Kontext moduliert

Jeden Tag sehen wir Dutzende von Gesichtern. Sie tragen eine Menge Informationen, eine davon ist Feedback und Belohnung für unsere Handlungen. Wenn wir zum Beispiel etwas tun und unser Freund oder unsere Freundin daraufhin lächelt, ist das belohnend. Auf der anderen Seite sehen wir manchmal Menschen lächeln, aber dieses Lächeln ist keine Reaktion auf unsere Handlungen. Wenn lächelnde Gesichter per se belohnend sind, sollten wir uns in beiden Situationen belohnt fühlen. Wenn jedoch der Belohnungswert von Gesichtern von unseren Handlungen abhängt, ist das Lächeln nur in der ersten Situation belohnend. Daher haben wir in dieser Studie verglichen, wie Menschen lächelnde Gesichter verarbeiten, wenn sie als Feedback dienen und wenn sie einfach auf dem Bildschirm erscheinen. Weiterhin unterscheiden sich Gesichter darin, wie vertraut (bekannt, erkennbar) und sozial relevant (persönlich wichtig) sie sind. Wir stellten die Hypothese auf, dass vertrautere und relevantere Gesichter auch belohnender sind (wenn sie Feedback geben). Wir fanden heraus, dass 1) Vertrautheit eine größere Rolle spielt als soziale Relevanz bei der Verarbeitung von belohnenden lächelnden Gesichtern, und dass 2) lächelnde Gesichter nur dann belohnend sind, wenn sie als Reaktion auf bestimmte Handlungen geliefert werden, und nicht, wenn wir sie passiv auf einem Bildschirm betrachten.

Image by Lenka Fortelna from Pixabay 


Den Originalartikel finden Sie hier (Open-Access-Publikation).

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Neues Mitglied! 👥 Willkommen, Hassan!

Hassan Bassam ist vor kurzem als Doktorand zu uns gestoßen!

Er interessiert sich dafür, wie die großräumige Konnektivität des Gehirns das Verhalten bei autistischen und nicht-autistischen Menschen beeinflussen kann, insbesondere soziale Verhaltensweisen wie die Emotionsregulation. In seiner Arbeit versucht er, die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Verhalten besser zu verstehen.

Wir wünschen ihm alles Gute für sein Promotion!

📣 Partizipative klinische Forschung: B-Part

Prof. Dr. Isabel Dziobek und Silke Lipinski koordinieren eine neue Gruppe für Patient*innen- und Öffentlichkeitsbeteiligung: Berliner Kreis für Partizipative Forschung
in der Klinischen Psychologie & Psychiatrie (B-Part)
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Was ist B-Part?

Partizipative klinische Forschung, d.h. Forschung, in die Patient*innen aktiv involviert sind, verbessert die Relevanz und Qualität von Studien und stärkt Betroffene. Forschung im Bereich Klinische Psychologie und Psychiatrie berücksichtigt jedoch noch zu wenig die Partizipation von Patient*innen. Um diesen eine aktivere Teilnahme an Themenwahl, Planung, Durchführung und der Verbreitung von Forschungsergebnissen in Berlin und Umgebung zu ermöglichen, gibt es den Berliner Kreis für partizipative Forschung in der Klinischen Psychologie und Psychiatrie (B-Part). B-Part ist ein Ort des Austauschs für Patient*innen, klinisch tätige Forscher*innen und weitere Stakeholder, in dessen Rahmen gemeinsam über partizipative Projekte beraten wird, Unterstützung gegeben sowie konkrete Methoden der Patient*inneninvolvierung entwickelt werden.

Teilnahme

Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, an B-Part teilzunehmen. Die Treffen finden virtuell über zoom statt.  Für die nächsten Termine und weitere Informationen senden Sie bitte eine E-Mail an psysekks@hu-berlin.de.

📣 Dziobek Lab auf der 1. Digitalen Wissenschaftlichen Konferenz Autismus-Spektrum (WTAS)

Die Wissenschaftliche Tagung Autismus-Spektrum (WTAS) ist die größte Fachtagung zum Thema Autismus im deutschsprachigen Raum und wird jährlich von der Gesellschaft zur Erforschung von Autismus-Spektrum-Störungen (WGAS) organisiert, die von Prof. Dziobek mitbegründet wurde. In diesem Jahr war Sandra Naumann, eine unserer Doktorandinnen, für die Organisation der WTAS verantwortlich, die vom 3. bis 5. März 2021 stattfand. Die Konferenz hatte das übergreifende Thema “Bedeutung der Umwelt”.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dziobek nahm mit verschiedenen Vorträgen und Postern an der 1. Digitalen WTAS teil: Magdalena Matyjek und Simone Kirst hielten Vorträge, während Mareike Bayer, Katharina Bögl, Silke Lipinski und Muyu Lin Poster präsentierten. Damit bot die WTAS 2021 eine anregende Plattform zum Austausch mit anderen ForscherInnen, Praktizierenden sowie Betroffenen und Angehörigen.

📹 SCOTT und Zirkus Empathico bei der Deutschen Welle auf Sendung!

Unsere digitalen Interventionen S.C.O.T.T. und Zirkus Empathico wurden im Auftrag des Auswärtigen Amtes für einen Beitrag der Deutschen Welle dokumentiert. Isabel Dziobek berichtet über deren Nutzen für Individuen im Autismus-Spektrum und Zirkus Empathico wird erstmals mit einem autistischen Jungen getestet (Produktion von CONTEXT FILM Produktion für doc.station Medienproduktion GmbH)

Neues Mitglied! 👥 Willkommen, Mahi!

Mahlet Kassa ist vor kurzem als Doktorandin zu uns gestoßen!

Sie interessiert sich für die Beziehung zwischen unserem körperlichen Selbstverständnis und der sozialen Kognition, d.h. wie wir mit anderen interagieren. Genauer gesagt, wie Interozeption (die Wahrnehmung von Signalen aus dem Körperinneren) zum eigenen Selbstverständnis beiträgt und wie dieses wiederum interagiert und die affektive und kognitive Empathie beeinflusst.

Wir wünschen Ihr alles Gute für Ihre Promotion!